top of page

Konsensuelle Nicht-Monogamie:
Offene Beziehung und Polyamorie

Wenn Sie in einer offenen Beziehung leben, polyamor sind oder darüber nachdenken: Sie sind hier richtig. Viele Menschen kommen zu mir, weil sie keine Lust mehr haben, erst Grundsatzdebatten zu führen – oder ihre Beziehung zu „rechtfertigen“. Das müssen Sie bei mir nicht.

Wenn Sie sich Orientierung wünschen, weil Absprachen schwierig werden, Eifersucht stärker wird oder mehrere Beziehungspersonen beteiligt sind, kann eine Beratung hilfreich sein.

​

Wobei Beratung unterstützen kann

​

Absprachen, die im Alltag funktionieren

In vielen Beziehungen entstehen Konflikte weniger aus „falschen Absichten“, sondern aus ungesagten Erwartungen. Beratung kann unterstützen, diese Erwartungen aussprechbar zu machen.

Manchmal ist das Thema sehr konkret, manchmal eher diffus. Beides ist okay. Wir können zum Beispiel klären:

  • Was ist für jede Person ein No-Go, was ist verhandelbar?

  • Welche Informationen brauchen Sie voneinander – und welche eher nicht?

  • Wie können Absprachen konkret formuliert werden, damit sie nicht ständig neu ausgelegt werden?

Oft ist es entlastend, von Vermutungen zu klaren Vereinbarungen zu kommen. Und genauso wichtig: Vereinbarungen dürfen überprüft werden, wenn sich Lebensumstände verändern.

​

Eifersucht, Vergleiche, Unsicherheit

Eifersucht fühlt sich manchmal an wie ein ganzer Körperzustand: Unruhe, Grübeln, Rückzug, Streitlust. Das kann auch in liebevollen, gut abgesprochenen Beziehungen auftauchen.

In der Beratung können wir gemeinsam hinschauen:

  • Was genau löst das Gefühl aus?

  • Welche Bilder oder Befürchtungen laufen innerlich ab?

  • Was hilft Ihnen, wieder handlungsfähig zu werden – allein und im Kontakt?

Manche Menschen möchten auch üben, Gespräche darüber zu führen, ohne sich zu rechtfertigen oder die andere Person „um jeden Preis“ zu beruhigen.

 

Stigma, Outing, Druck von außen

Nicht alle erleben Verständnis im Umfeld. Manche halten die eigene Beziehungsform lieber privat, andere möchten offen sein – und stoßen auf blöde Sprüche, moralische Urteile oder einfach Unwissen.

Studien zeigen, dass konsensuelle Nicht-Monogamie gesellschaftlich häufig stigmatisiert wird und dass Menschen in Beratung oder Versorgung auch schon abwertende Reaktionen erlebt haben.
In der Praxis heißt das: Viele tragen zusätzlich Stress, den monogame Paare so nicht kennen.

Beratung kann hier unterstützen, eine gute Linie zu finden: Was erzählen Sie wem? Wie schützen Sie sich? Und wie bleiben Sie als Beziehungspersonen im Gespräch, wenn von außen Druck kommt?

​

​

Wie ich arbeite

Ich arbeite traumasensibel, wertfrei und in Ihrem Tempo. Mein Fokus liegt auf Kommunikation, emotionaler Entlastung und tragfähigen Absprachen – für Einzelpersonen, zwei Personen oder Mehrpersonen-Konstellationen.

Methodisch nutze ich – je nachdem, was zu Ihrem Anliegen passt – Elemente aus systemischen Ansätzen, bindungsorientierter Arbeit und sexualtherapeutischer Perspektive. Das heißt ganz praktisch: Wir schauen darauf, was sich in Gesprächen wiederholt, wo es kippt und welche Schritte im Alltag tatsächlich umsetzbar sind.

 

​

So läuft es ab

​​

  • Kostenloses Erstgespräch (20 Minuten): Wir klären kurz Ihr Anliegen und ob mein Angebot passt.

  • Sitzungen: vorwiegend online, Termine in Berlin sind möglich.

  • Dauer: 50 Minuten oder 90 Minuten.

  • Rhythmus: wöchentlich oder zweiwöchentlich, je nach Bedarf.

  • Vertraulichkeit & Datenschutz: Ihre Inhalte bleiben selbstverständlich geschützt; die Zusammenarbeit erfolgt nach professionellen Vertraulichkeitsstandards und mit Blick auf DSGVO-konforme Abläufe.​​

​

​

Quellen​

​​​

Schechinger, H. A., Sakaluk, J. K., & Moors, A. C. (2018). Harmful and helpful therapy practices with consensually non-monogamous clients: Toward an inclusive framework. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 86(11), 879–891. https://doi.org/10.1037/ccp0000349

​

Vaughan, M. D., Jones, P., Taylor, B. A., & Roush, J. (2019). Healthcare experiences and needs of consensually non-monogamous people: Results from a focus group study. The Journal of Sexual Medicine, 16(1), 42–51. https://doi.org/10.1016/j.jsxm.2018.11.006

​

Moors, A. C., Gesselman, A. N., & Garcia, J. R. (2021). Desire, familiarity, and engagement in polyamory: Results from a national sample of single adults in the United States. Frontiers in Psychology, 12, 619640. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.619640

 

Moors, A. C., Matsick, J., & Schechinger, H. A. (2017). Unique and shared relationship benefits of consensually non-monogamous and monogamous relationships: A review and insights for moving forward. European Psychologist, 22(1), 55–71. https://doi.org/10.1027/1016-9040/a000278

​

Moors, A. C., Conley, T. D., Edelstein, R. S., & Chopik, W. J. (2015). Attached to monogamy? Avoidance predicts willingness to engage (but not actual engagement) in consensual non-monogamy. Journal of Social and Personal Relationships, 32(2), 222–240. https://doi.org/10.1177/0265407514529065

 

Anderson, J. R. (2025). Countering the monogamy-superiority myth: A meta-analysis of differences in relationship satisfaction and sexual satisfaction as a function of relationship orientation. The Journal of Sex Research. https://doi.org/10.1080/00224499.2025.2462988 (PMID: 40126203)

 

Scoats, R., & Campbell, C. (2022). What do we know about consensual non-monogamy? Current Opinion in Psychology, 48, 101468. https://doi.org/10.1016/j.copsyc.2022.101468 (PMID: 36215906)

​

Mahar, E. A., Irving, L. H., Derovanesian, A., Masterson, A., & Webster, G. D. (2024). Stigma toward consensual non-monogamy: Thematic analysis and minority stress. Personality and Social Psychology Bulletin, 50(4), 571-586. https://doi.org/10.1177/01461672221139086 

​

Gupta, S., Tarantino, M., & Sanner, C. (2024). A scoping review of research on polyamory and consensual non‐monogamy: Implications for a more inclusive family science. Journal of Family Theory & Review, 16(2), 151-190. https://doi.org/10.1111/jftr.12546

​

​​

​

FAQ​​​

​
Was, wenn eine Person eine Beziehungsöffnung möchte und die andere nicht?

Das ist häufig ein sehr angespannter Punkt. In der Beratung kann es helfen, Tempo aus der Diskussion zu nehmen und erst zu verstehen, was hinter den Positionen steht: Angst vor Verlust, Wunsch nach Freiheit, Bedürfnis nach Verlässlichkeit, Scham oder Schuld. Ziel ist keine schnelle Entscheidung, sondern ein Gespräch, das beide Seiten ernst nimmt und konkrete nächste Schritte möglich macht.

 

Kann Beratung bei Eifersucht helfen?

Eifersucht lässt sich nicht „abschalten“, aber sie kann verständlicher werden. Wir schauen, welche Situationen Sie besonders belasten, wie Sie körperlich und gedanklich reagieren und was Ihnen hilft, damit umzugehen. Oft geht es auch um Sprache: Wie kann man das Gefühl ansprechen, ohne zu kontrollieren oder sich klein zu machen? Das kann im Alltag entlasten.

​

Müssen alle Beziehungspersonen mitkommen?

Nicht unbedingt. Manche Themen lassen sich gut im Einzelgespräch klären (Sortierung, Vorbereitung schwieriger Gespräche, Umgang mit Belastung). Bei anderen ist es sinnvoll, mit zwei oder mehreren Beziehungspersonen zu arbeiten, damit Absprachen direkt gemeinsam entwickelt werden können. Wir entscheiden das passend zu Ihrem Anliegen.

​

Ist Online-Beratung dafür geeignet?

Für viele Themen ja: Gesprächsführung, Absprachen, Eifersucht, Rollen- und Grenzfragen funktionieren online oft sehr gut. Wichtig ist ein ruhiger Ort und stabile Verbindung.

​

Was ist, wenn wir sehr unterschiedliche Regeln/Bedürfnisse haben?

Unterschiede sind normal – auch große. Beratung kann helfen, Unterschiede genauer zu benennen: Was ist wirklich ein Kernwert, was eher Gewohnheit oder Angst? Daraus lassen sich oft Kompromisse entwickeln, die nicht nach „einer gewinnt“ aussehen, sondern den Alltag für alle beteiligten Personen besser machen. Manchmal gehört auch dazu, Grenzen klar zu ziehen und zu akzeptieren.

Mitgliedschaften:
images.png
International_Society_for_Sexual_Medicine_logo.png
isswsh-logo-web-v20201.png
DPtV_Logo.jpg

Erstgespräch vereinbaren

Kontakt

Vielen Dank!

Standort Prenzlauer Berg:
Christburger Str. 9, 10405 Berlin

Standort City West (nahe Ku'damm):
Düsseldorfer Str. 8, 10719 Berlin

E-Mail:

IMG_78DB1D7D7F7D-1.jpeg
  • Instagram

© 2026 Eden Kosman                                                                                                                                                                                    Impressum         Datenschutz

bottom of page